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Wie schnell ist eine Kugel


Wie schnell ist eine Kugel
Wie lange noch ihr Hall

Sie fliegt davon, die Kugel,
schlägt auf den fleisch'nen Ball

Fort fließen hier die Tränen
Tote ohne Zahl

Jahrelang gemustert
nach Knochen, mürb', geschürft

und all die Lumpenkleider
der kein Knochen mehr bedurft

Und drinnen liegt die Kugel
auf Null herabgebremst:

Ach, wenn der Haß doch auch nur so gempft.



Wiederverwertung


Das Wunder der Wiederverwertung wird mir langsam klar.
Die Klinge an meinem Kinn, so nah, so kalt, so scharf

eine Patronenhülse eines Panzergeschosses
Stacheldraht von den Ardennen
Der Tiegel eines napoleonischen Soldaten vor Minsk
Das Uhrwerk auf einer spanischen Galeone, vor den Antillen
Der Stiefelschaft, die Ziselierung an einem arabischen Dolch
Ein Schiffsnagel vor Byzanz, aufgehoben von einem Jungen
(der später, als Soldat, einen türkischen Reiter erschlug)
Das Plattenhemd eines römischen Zenturios
Der Ausguß eines assyrischen Schmelzofens, daneben die Schlacke

Ein Stück Meteoritenmetall in der Sahara

Kometenschwarm, Begleiter des Mexico-Falls, vor 70 Äonen Jahren

Ein Stern, sprotzend, gleiß, Senden, Schwall

Ein Sonnenfall, Schmelztiegelzündung im All

Und irgendwo ein erstes Hydra-Atom, Einfang von Elektron,
ein Loch, in Raum, so weit, Zeit

Und an meiner Kehle
was ich wähle.





Leidenschaft


An der Grenze meines Seins
fallen Schuppen aus wie Sterne

Am Zentrum meines Seins
brennt der Sonne einer Wärme

An der Grenze hart zu Dir
pulst die Milch von Deinem Blut

Wie verzehrend Liebe schreit
So hart fühl' ich mich gut.

Gut.



Sterne


Während ich den Rauch eines Sternes atme
meine Füße und Hände in seinem Feuer bade
den Geschmack seines tosenden Glosens koste
und friere, unter seinem Tod, hle tausend Froste

Atmen Sonnenkugeln ihr Leben hinaus
Blühen sie wie gleißende Blumen auf

In ein Hinauf, das ich nie erreiche
Doch wie ein Stern, dem ich gleiche

senke ich meinen Blick in die Ewigkeiten


Ihr Menschen


Ach, ihr Menschen -

wenn Ihr Eure Augen schließt
geht eine Sonne unter

Nach oben, in Euer Herz hinauf


Lippenweich


Wie Deine Rose mich anschmollt.
Wie Deine Haut in Moll leuchtet.
Wie Dein junges Auge schaut.

Weich wie ein Kissen
möcht' ich auf Dir ruhen

Weich wie eine Decke
möcht' ich mich über Dich legen

Ach, Deine Jugend
und ich - keine Tugend.

Lippenweich fällst Du in mein Auge hinein.



Für ein Leben


Für ein Leben
sind meine Knochen bekleidet

Wenn ich dann schlafe
zieh' ich mich aus

Wenn dann ich schlafe
geh' ich nach Haus'.


wär' ich Du.


Wie gern' wär' ich Du.
Wie gerne trüge ich
beide Deine Schuh.

Auch wenn dann Blut daraus flösse
weil ich mir die Zehen und die Ferse schnitt

möcht' ich doch versteh'n
von welcher Wolke
die Deinen Träume sind

Ach, nur ein Traum.
Bin immer noch ich.

Balustrade meiner Augen.
In Deine Tränen stürze ich.



ohne Schuld


Die Zeit ohne Schuld
und ewig Geduld

für eine Blume,
r eine Biene.

Heute sucht die Biene die Blume
Verflucht sei die Stunde der schwärzesten Blume.



Bestie


Wie Du habe ich fünf Finger
an jeder meiner Hand.

Wie Du habe ich klare Augen
und auch so einen Verstand

Wie Du trink' ich Wasser, atme ich Luft
Was trennt mich von Dir, Du Mörder, Du Schuft?

Warum reicht es Dir nicht, einfach satt zu werden?
Waruim bringst Du laufend Menschen unter Erden?

Was drängt Dich dazu, Leiden erzeugen,
Was bringt Dich dazu, Deines, und anderer, Leben vergeuden?

Wie trenne ich mich von derselben Scholle,
die mich schon als kleinstes Kind genährt?

Wieso ist mein Geburtsjahr auch Deines,
wohin hat Dich Dein Weg denn geführt?

Wir haben zusammen gespielt, zusammen gelacht.

Ich hab' an Dich geglaubt, doch Du hast Menschen umgebracht.

Ich versteh' es nicht und zähl meine Finger
Behren kann ich Dich nicht, nie und nimmer.

Wir kehren zurück in den ewigen Schoß.
Warum verstehst Du nicht? Warum machst Du das bloß?

In einem Leben, in Milliarden von Jahren gehabt.
Nur ein paar Dekaden, doch unglücklich gemacht.

Ich versteh' Dich nicht und zähl Deine Finger.
Der Schreiner sägt, und ich versteh' es nimmer.



Gier nach Lust


So verlangt die Gier nach Lust
und wie die Lust die Gier verlangt

Wie auf Deiner Stirne "Pan" anprangt
Faun, Bocksbein, Satyr.

Spring in die Lust, spring in die Schläge
Bring Deinen Körper
von Vertikal in die Schräge

Wie das Begehren Dein Gehirn zerfrißt
wie in jedem Schönen Satyr
die Raison, Vernunft, das Menschsein vergißt

Spring, Bulle, spring, erfüll Deine Pflicht
am Ende des Lebens, der Liebe,

doch vergehe Dich nicht.



In ihrem Mund


Sie tragen Eure Freiheit in ihrem Mund
Frei schleudern sie die Worte aus ihrem Schlund

Heute reißen sie Eure Freiheit ein

Morgen werdet Ihr
Schwule, Juden oder Zigeuner sein

Denn mit Ihren Springerstiefeln
trampeln sie in den Boden

was Menschlichkeit
schon lange hat verboten

Sie tragen Eure Freiheit in ihrem Mund
Sie tragen ein Krematorium in ihrem Schlund.



Der Sonne schönes Licht


Der Sonne schönes Licht
auf die Erde geholt

Der Sonne schönes Licht
wie es die Leiber verkohlt

Der Sonne scnes Licht
verdampft eine Mutter
verdampft ihr Kind

während in der Luft
die Bomber sind



Liebe


Jahr und Jahr
und Tag um Tag
Moment und Zeit
und Stund um Stund

verloren Liebe
Wieder-Fund

Und Hand auf Bein
und Bein an Bein

Und Haar an Haar
wie kann es Liebe sein


Wasser, Stein


Laß meine Worte Pfeiler sein
die Legenden über Flüsse tragen

Laß meine Worte Treibholz sein
die an solchen Pfeilern nagen

Laß meine Worte Wirbel sprudeln
die wie Fische über Kiesel trudeln

Laß meine Worte Land und Ufer sein
zu fassen Brücke Straße alter Stein

L meine Worte Schiffe tragen
zu folgen Flüsse alter Sagen

Laß Wort und Sinn und Bild verschwimmen
bis Träume über Wasser Nebel spinnen

Laß Stein und Mörtel, Holz und Bein
Laß ewig Wasser mein Begleiter sein.


Sonntage


Sonntage, die wie Montage sind
Regen, der ein Netz aus Kreisen
über das zement'ne Pflaster spinnt

Kein Kinderschreien und kein Rollerfahren
Blätter, wild, wie Taubenscharen
Eicheln, die schon ausgerollt.

Das Hasten junger Menschen ist heut' verstummt
und keine Hornisse in mein Zimmer summt.
Knallfarben zerlegt des Baumes Kleid.

Aucb die Vogelstimmen sind schon weit
und Sirren zerreißt den Schlaf
Erschlag, oder Schnak' wird scharf.

Wie ruhig nun mein Atem geht.
Wie leise Allerseelen
vor jeder Türe steht.

Netz mich, Regen, ll mich ein.
Ein zweites Mal will ich, naß,
bekleidet sein.



Tod


Die Liebe, tot, wenn sie geht
Die Liebe, lebt, je länger sie fehlt

Die Liebe, Deine Liebe
gib sie mir, wenn sie geht

ich behalt' sie, wenn sie vergeht.

Auch wenn, auch wenn
Dein Herz geht.



Dein...


Dein Kuss, auf meinen Lippen verweilt
Die Liebe, die sich nicht beeilt

Gib mir einen Blick.
Einen, und nicht mehr

der wie Dein Kuss auf meinen Lippen
für ein Leben lang verweilt


Wie weit,


Taten, die nie vergeh'n.
Die Schatten, die sie werfen

umkreisen mich wie nie zuvor.

Gesichter, Kinder, könnten
sie leben
aus ihrem Nichtsein heraus

mit mir sprechen

Heute alt, heute, wie auch damals,
erkaltet.

Dieser alte Mann, wie er lächeln kann.
Dieses Kind, das nie lächeln kann.

Esse Deine Asche
Atme Deinen Atem
Trink das Wasser Deines Lebens.

Könntest Du mir nur,
wie nie,

von Deiner Wärme geben.


Engel


Ein Tag aus Deiner Zeit
trägt mich, mich, weit

Eine Selene Deiner zart
ein Stern, um die Mondsichel
erstarrt

in meiner Zeit

Erinnerst Du Dich,
Du,
meine Selene?

Dein Bogen,
geschwungen um das junge Reh?

Und eine Mondsichel,
die nie vergeht?

Ein Stern, einer -
aus Deiner Zeit.


Exclusiv


Wie kann ein Wesen sein.
Wie kann es sein
ganz allein' und eine Welt erschaffen?

Ein Wesen, das allen Reichtum hat?
Das uns in diese Welt gestoßen hat?

Ein Geschenk? Ein Mord?

Nein, an seine Exclusivität glaube ich nicht.
Daß ein Wesen alleine die Welt besitzt.

Sein Versuch, sich zu uns zu bewegen
einem Sohn seinen Atem zu geben.

Nein, wenn eines alles wüßte
wieso müßte dann noch Tod,
noch Leid, noch Trauer sein.

Lieber hake bei Kant mich ein.



S.


Selene, Traummetall.
Eos, Wortzufall.

Mona, Mona.

Silencia, Selena.



4th. of July


Schickt mir Eure Armen.
Und heut' bist Du Reich.

Kennst heut kein Erbarmen
Die Armen sind Dir gleich.

Wie sich alle wundern,
Wunden, was das ist.

Auch der reiche hat ein Herz.
Auch der Arme will den Nerz.

Schickt mir Eure Armen.
überwindet den großen Teich.

Sie feiern sich, die Armen.
Sie feiern "Wir sind Reich".



Okulieren


Wie gewagt Du in die Höhe schießt.
Verstrebt Du in den Wolken liest.

Das gebog'ne Messer, nein, das nicht.

Nicht das, das in die Rinde sticht.
Nicht die Säge, die das Laub wegbricht

Damit das neue Frühlingslicht
auf dicke, fette Pflaumen blickt.




Das ungeborene Kind


Jeder Mann hat dieses Kind in seiner Brust.
Er nennt es Stolz, nennt es Kraft, nennt es Lust.

Ein Hauch von Testosteron, nur.
Wer daran rührt.

Dann schreit das Kind.

Raus, es will raus aus dieser Männer-Brust.

Nicht Stolz, nicht Kraft, nicht Lust.

Angst und Furcht und Furcht und Schwäche

Ungebor'ner Feind.

Und Ihr alle habt es längst gewußt.


Wie...


Wie sehne ich mich doch nach dieser Gegenwart.
Die mich von oben sieht, die nach mir harrt.

Wie verständlich bewege ich Arme, Beine. Das Auge.
Und noch den kleinen Finger.

Wie liebe ich die Augen meiner Kinder.
Und wie ihre Worte perlen.

Wie gehe ich so gerne durch das Braun, das Silber
Deiner dunkelnden Haare.

Und sehe die Seele, so schlank, so jung, so schön
auch wenn Falten die Augen einer Alten umweh'n.

Auf die Reise geschickt, in das Leben geblickt.
Ein Staubkorn aus einem Sternenauge gewischt.

Wie es in mir leuchtet, in mir erlischt.
Wie Gott mich Träne
aus seinem Auge wischt.



Alter


Klein und glatt die Hand.
Heute, wo ich damals Grübchen fand
die harten Knöchel.
Die Echsenschuppen
und das grimmige Lächeln
früher Falten



Holyblood


Hollywood
Deine Liebe zu Blood
zu Blut

Sie tut nicht gut.
Sie ist, was wirklich ist

wenn Mensch auf Menschen schießt.

Nicht in einer Kleinstadt im Mittleren Westen
am besten in einer Kleinstadt
im Mittleren Osten

werden Menschen brennende Fackeln
fliegen Gliedmaßen und Köpfe durch die Luft

Diesen Duft kannst Du nicht atmen;
ein Stuntman schützt sich vor "im Feuer braten".

Deine Helden stehen wieder auf nach dem Sterben.

Aus jeder Niederlage machst Du einen Gewinn.
Aus jedem Ende einen Neubeginn.

Doch die Träume, die am Anfang standen
sind ersetzt durch Nachtmären,
die - Entsetzen - Gefallen fanden.

Wie die Bomben dann Menschen zerrissen
hast Du Farbe auf die Leinwand g'schmissen.

Und die Farbe spiegelt sich in den Köpfen wieder.
Es ist richtig, sie metzeln Menschen nieder.

Die große Illusion hat verloren,
aus Träumen

sind Nachtmären geworden.



Unter meinen Schuhen


Dünnes Eis unter meinen Schuhen.
Mein Freund geht weit.
Das Knacken, ich weiß,
das Eis ist he.
Mit schnellen, sachten Schritten
flieht mein Freund - der Mitten.




Das Sal der Haut


Das Ros Deiner Lippen
Das Sal der Haut
Das Ros Deiner Rippen
Das Sal das ich spür
Führ, führ
mich zur Lippe
Streich, streich
Deine Rippe
und unsagbar tief

Sag mir das Wort,
Sag den, den Satz,
als ich rief

Schmerz, Aug geruht
Und den Reim,
der ruft

Poch an meinem,
meinem Aug'.

Deine Lippe,
Deine Haut

Und ungesagt tief.



Das Mädchen aus dem Uchter Moor


Braun wirbeln die Kinder meiner Gedanken um mich,
während ich auf die weiß zerfurchte Fläche über mich blicke.
Ein Wintermond wandert durch die Wege des eisigen Waldes.
Still sinken meine Träume an den Tag, da ich stürzte.
Eintauchte in das braune Murmeln, in welchem ich die schöne Lilie suchte.
Die gelbe, die Schöne. Die wunderbare Wasserlilie.

Ihre Wurzeln erkunden längst die Wege meines Geliebten,
die er nie mit mir beschreiten durfte.
Ihre Knollen fruchten in mir Jahr für Jahr, während ich
sehnsüchtige, flüchtige Blicke auf das gelbe Schwert erhasche,
das mich seit Ewigkeiten durchbohrt.

Wünsche durchfluten den See, dies wäre nie gewesen.
Wie war ich doch süchtig nach diesen Augenblicken
im runden Kreis des Wassers, alleine für mich,
mit dieser schwarzen, runden Linse.
 
Wie still es wurde diese Jahre. Kinderstimmen verstummten,
errauten, verschwanden. Auch die Stimme meines Vaters,
meiner Mutter, die kurz den Spiegel über mir
zumVibrieren brachten.

Nun schwindet das Od, das Lot der Sonne
dringt nicht mehr zu mir. Die braune Nacht hüllt mich ein,
befruchtend bin ich der Sonnentau, der das Wispern über mir
verstummt.

Ein blaues Schwert dringt durch mich, legt meine braunen Finger bloß.
Wie schön schimmerte doch die Fibel an meiner Brust.
Schreie, Hände zerreissen mich, fast
fühlte ich mich wieder lebendig.

Im Horizont grauer Kartons frage ich nach dem weißen Schamott,
der sich jedes Jahr über meine Haare legte.
Wäre ich doch wieder das Eis, das Rund des Mondes.
Die braunen Kinder meiner Gedanken.
Die Linse im Wald.

Nun wird mir kalt. Und der Sonnentau gleißender Lampen
frißt meine Stille auf.



GAP


Eine Lücke in meinen Worten.
Ein Wort, das diese Sprache nicht kennt.
Ein Wort in den Worten,
was höher als Liebe noch brennt.


Ein Wort, und ich weiß es noch nicht.



Englisch


Mein schönster Satz -im- Englisch

LET ME PASS YOU BY.


Am Ende.


Am Ende der Straße.
Am Ende der Straße.
Am Ende der Straße.

Ein Weg in die Luft.
Ein Küssen im Mondschein.

Wie, wie war Dein Duft?

Theresien, Theresien.

Doppelt findet es statt.
Weil - weil.

Ein Weg in die Luft.
Ein Summen am Morgen.
Eine Blume, voll Duft.

Weil?

Wer gibt -'Euch'-

das Recht.

Habt Ihr Euch in den Wolken geküsst.
Wie Wind Eure Sprache.

Noch atme ich ein.
Ein Summen am Morgen.



Eine Zeit


Ein bißchen
Ein Küßchen
Eine Zeit
der Ewigkeit

Waage, Balance.

So leicht der Körper.
So leicht sein Sein.

Doch Bindung, stärker
wie bekomm' ich es ein

Bist Du mein?


Feuer, Erde, Luft und Wasser


Ein Grab in meinem Kopf
Ein Revolutionär
Ein Straß-Händler

Ein Kanonier
sein Feuerbogen
reicht in meine Zeit

Was Du zuerst tust
tu es bis zuletzt

Das Streben nach Vollendung
Veränderung

Ein Fluß verläßt nicht sein Bett
doch der Mut
schnürt ihn ein

Er nimmt es sich



Stark genug


Eine Schere
stark genug
das Buch der Bücher
auf die wichtigen
paar Dutzend Seiten
zurechtzuschneiden

Die restlichen
stehen für

K R I E G

im Namen der Liebe


Jungmann


Vor 15 Jahren
war Flaum auf seinem Arm

Der Flaum, der seine Worte kränzt
ist süß, doch sie sind Harm

Seine Augen haben gesehen
Sich selber sieht er nicht.

Ich warte auf die Jahre.
und hoffe für ihn. Nicht?


Sommerfäulnis


Die Schwären des Augusts
fallen in die erbleichenden Matten:
Schwarz getigerte Räuber
höhlen gediegenen Hunger aus.

Mit scharfen Scheren schneiden
stechende Himmelslichter
am Haar der Berenike
die Tage des Sommers hinab.

Brüllend entladen sich Löwenleuchten
seufzend im Rauschen einer Wasserklag'
Erste Granaten schüttelt der Dreistamm
im Hof hinab; er welkt in seinem Grab.

Die Bogenstreifen, die die Hungrigen
im Dünnen der fallenden Sternensteine
fasern wie die Gräser ihre Brut hinaus.
Weinend streichen Winde ihren Donner aus.

Mit letzten Fragen an den Augustschein
der in der Nacht finalen Bogen spannt
heul' ich nach grellen Tagen meinen Schrei heraus.
Die Mäuse wissen, die Katzen wissen: Ernte, aus.

Kreischend fallen die Furien aus meinen
Zweifeln und fressen sie nicht auf.
Scheite, Scheite, sie legen sie auf
Und gießen den Rest des Sonnenrandes

darauf hinauf.

Scheitern, Scheitern. Meine Fragen.
Und wachsend in die Winter-Zuversicht
wenn Kristalle brennen
in ihrem weißen Regenbogen - Licht.



flammzerschartet


Im Glaskelch hockt und wartet
Sein Gesicht, flammzerschartet
Glüht in feinem Rauch
Die Höll' in seinem Bauch

Bei sich behält der graue Wicht
die graue, tote Asche nicht.
Er flößt sie einem Menschen ein,
bereitet ihm beim Atmen Pein.

Der kleine Teufel glüht und glimmt
gibt sein Licht nur gedimmt.
Nicht gering und tödlich ist sein Wirken




Kennst Du die Liebe


Kennst Du die Liebe
Kennst Du auch das Geld
Kennst Du dann die Hiebe
die durchteil'n die Welt

Wie es in der Ehe
zugeht auch im Krieg
Wie Parlamentäre
ein weißes Tuch lassen flieg'

Wie die Frau
den Mann mit Stolz kann plagen
Wie "Geld oder Lieben"
führt zu Gewalt und Hieben.

Wie, wie kann ein Mann dann sagen:
Hast Du mich, hab ich Dich lieb?



Nur uns


Nur unsere Gegenwart ist wirklich.
Weil wir hier jeden Tag durchlebt
Weil nur hier jeder
nach einer neuen Zukunft strebt.

Die nsche, die Leiden vergangener Jahre
sie sind alle gewesen, verlebt.



Ich bin II


Jeden Tag geh ich diesen Weg.
Jeden Tag steh ich auf diesem Steg.
Jeden Tag fall ich in die Dunkelheit hinab.
Jeden Tag sehe ich das Licht neu vom Tag.

Jeden Tag gehe ich den Weg erfüllt.
Jeden Tag wird mein Spiegel enthüllt.
Jeden Tag werde ich geleert
Jeden Tag wird von meinem Wasser vermehrt.

Ich bin der Krug.



Einmal


Laß doch diese Welt wirklich werden.
Laß sie, nicht nur zwischen Betlehem
Laß sie, nicht nur zwischen See Genezareth

Laß sie. Gib sie. Laß sie werden.
Laß sie werden ein Paradies auf Erden

Verloren haben wir es.
Und Du - Du hast es gewußt.

Ein blutiger Abschied, der in's Auge sticht.
Das ist wichtig, das andere, sieht man nicht.

Was Paulus und Johannes sagten,
sagt der Papst, soll wichtiger sein.

Doch in Deinem Herzen, da ist die
riesendicke überschwere Bibel

noch nicht einmal ein kleines Büchelein.
Man muß nur - muß nur.
Muß nur. Und muß nur. Mensch sein.

Wie Du es warst.



sieht man nicht


Du bist das Dunkel in meinem Licht
Du, ich hoffe, man sieht Dich nicht
Du bist mein Schatten an der Wand
Du, an Dir hab' ich mich verbrannt.

Du, wie mach' ich bloß wieder gut
Du, sag mir, was man nicht tut
Du, Kleines, Du bist mein All
Du , Großes, du bist mein Fall

Du, sag mir, wie bring ich Dich in's Licht
Du, sag mir, was war, das war doch nicht
Du, sag mir, was mein Herz verbrennt
Du, sag mir, es war nicht - was man Liebe nennt.

Du, ich tt's aus meinem Herz verbrannt
Du, ich hätt' mich lieber ins Nichts verbannt
Du, meine Hand, sie weiß es noch
Ich - ich stürz' in ein tiefes Loch.


Freiheit, endorphinbestimmt


Freiheit, endorphingesteuert
Freiheit, erfolgsbeteuert
Freiheit, nur sich selbst treu zu sein
Für andere nur - ein Bild - von sich selber sein

Und andere als das Bild zu nehmen
Den anderen als - ich kann's nicht sagen - zu nehmen
Seelenverlust durch Orgasmusdurst
Augenglanz im Körper, Schattentanz

Verletzungen aufnehmend, verzweifelt am Leben
Versetzungen anstrebend, verzweifelt am Lieben

Keine Basis, Baseball-Schattenspiel
schaffst Du viele, schaffst Du viel

Die Liebesillusion. Die Freiheit der Liebe.
Ich nenne sie: Freiheit - Liebesdiebe.

Eastwick.



Ihr und wir


Ihr und wir, wir haben es geschafft.
Wir haben den Globus, die Mutter,
um den Reichtum ihres Lebens - gebracht
mit Feuer und Stahl machen wir ihr
das Dasein, die Existenz, zur Qual.

Selbst Feuer meidet diesen Ort,
der Wald, r immer angelegt, ist fort.
Die Tiere, die sie am Leben erhielt,
übrig wie eine Wunde, der es gilt

Auch den Garaus zu machen.
Felder voller Treibstoffgetreide
Wiesen für Rinder zur Schlachterweide

Selbst Grün meidet nun diesen Ort.
Das Leben ist aus, das Grün ist fort.
Was uns unser Leben erhielt -
ist, was uns zum Leben fehlt.



Knauf


Jeden Abend schließe ich diese Türe - fest - zu.
Jedem Morgen geht sie wieder, wieder auf.

Einmal, da kommt der Tag, da ist der Knauf
am Morgen zum Öffnen abgebrochen.

Der Geist, der ihn so lange poliert - geführt - hat
ist dann aus diesem Hause ausgezogen.

Dann fürchte ich nicht - den langen Morgennebel
Dann zerreiße ich all meine Knebel
Dann schneide ich mich von den Fesseln los:

Dann zieh ich aus, dann zieh ich los.


Einen Hebel


Gib mir einen Hebel, der lang genug ist

1. Ich werde damit die Menschen verprügeln
2. Ich werde damit die Tiere töten
3. Ich baue ein Gewehr daraus
4. Ich werde die Welt aus den Angeln heben

Nicht so wichtig. Aller guten Dinge sind 3.



Heute noch ein Stein


Heute noch ein Stein.
Morgen noch ein Stein,
und etwas Staub.

Staub, im Fluß gelöst.
Wie das Grau das Grün

umwirbelt.

Zum Grün der Staub.
Der Stein, der schmilzt.

Wie das Grün das Blau umzwirbelt.
Wie das Blau die Erde birgt.

Wie der Stein aus Mond
auf den Fluß hinunterwirkt.



Blute


Bin ich doch nur eine wundenvolle Blute
im Sammet der lichten Dunkelheit

Warte, die Zeit trocknet Dich zu Schorf.


Suchen


Suchen diettlichkeit.
Suchen die Friedenszeit.
Suchen Verständlichkeit.
Suchen Einfachheit.

Verschränkt mit Cyprum.
Verdacht mit Silizium.
Verpanzert mit Ferrum



Brombeerblut


Brombeerblut über aderlose Haut
Wahres Blut, wer den Ranken raubt
Wahres Glück, ein Eimer der Dunklen
Ein Berg von Dornen, bezwungen
unter Schmerzen, doch Scherzen
über den roten Saft.

Die Kinderkraft. die kinderkraft.
Leidenschaft in vier Gläsern,
geliert, nachgedunkelt.
Nachgedacht - nein, nie.
Gemacht, gemacht

Brombeersaft, kinderkraft.



gebein


Zartes Kindgebein.
Zerbrochen unter Erde.
Begraben unter Stein.


Ich bin kein Dichter


Ich bin kein Dichter,
auch kein Maler der Worte.

Ich bin ein Wunsch.

Auf der Wünsche nach Frieden
Auf dem Wunsch aus der Resignation
Dem Wunsch dem Anderen anzusehen
und meinen, meinen Wünschen
entgegenzugehen.

Ein Wunsch hat mich hervorgebracht.
Ein Kuss, eine Liebe, ein Wunsch, sooo sacht.

So bleibt es dabei:

Ich bin - ein Wunsch.



Himmelsschrein


Im Grün des Silbernächtehimmels
sticht ein weißer Strahl empor

füllt die warmen Juninächte
mit zartem, weißen Wolkenflor.

Enden will hier keine dieser Nächte.
Zu Ende geht auch mein Schaffen nicht.

Während draußen auf dem Felde
der Bauer in's frische Heu einsticht

weiten meine kleinen Spinnereien
sich zu einem großen Lebensraum

Dennoch, schlafen muß ich nun auch
und schließe diesen Himmelsschrein.



Ein Kind


Weich streicht der Strahl des Mondes
am Saum des Samtvorhangs vorbei

Weich streicht die Hand der Mutter
im Schlaf am Mund des Kind's vorbei

Süß der Traum wie frischer Wabenhonig
Süß die Kinderliederlitanei

Weich streicht ihre Hand ins Leere
Nur ein Traum holt' ihr das Kind herbei



lügen


Würd' ich Lüg an Lüge fügen
fügte ich ein genleben lang
würd' ich mir die Lüg zufügen
daß die Lüge nie begann.

Hat man Lügen nie erfragt,
wie bleibt dann die Lebenslügen
plagt man sich doch damit ab?

Nur die richtige Frage
hinter Lügen Wahrheit
holt das Lüg'-Gefüg' hervor

Doch ohne richt'ge Fragen
bleibt's ein Lügenschein-Dekor.



Die grauen Bilder

Ach, die grauen Bilder
aus der alten Zeit

Ach, die schwarzen Flecken
kohlenbrandbeschneit

Grün waren auch die Bäume
und die Rose blühte rot

weiß Gesicht und Hände
und ohne Farb' der Tod



Ich bin I


Ich bin in Deinen Augen.
Ich bin in Deinem Sinn.
Liest Du diese Zeilen
bin ich ganz tief, ganz tief

tief in Dir drin.


Formal richtig


Joe, mon cœur vieux,
die Buchstaben über Dich
sind müde. In 200 Dekaden
mit Gold und Lapislazuli
Edelsteinen und Blei
verbrämt.

Ein Gesetz des Handelns
war Grund Deines Wandelns
aber nicht: wie ich an mir?
nein, so: wie ich an Dir.

Streckt der Löwe seine Pranke aus
hole ich ihm seinen Dorn heraus

Und wenn der Kaiser "Zahlen!" befiehlt
geb ich dem Kaiser, was ihm gebührt

Die arme Frau, die nur einen bronz'nen
Schekel dem Ärmsten aller Ärmsten
zu spenden hat

Sprichst Du nur ein Wort
so wird meine Seele gesund

Ach, tragen das Buch so viele
von vorn bis hinten
in ihrem Kopf

Es kommt nicht für den Ärmsten
Es kommt nicht r den Nächsten;

Nein, noch nicht einmal für Dich:

"Ich werde wiederkehren,
und ihr werdet micht nicht erkennen"

In Händen und auf den Lippen an.

Besorgt um das eigene Handeln,
daß das immer richtig sein kann.

Van Gogh hat seine Sonnenblumen
nicht mit Schablonen gemalt.



Ich kenne mich


Oh Menschenstirne
so vom Licht erhellt
daß Deine Sinne fliegen
zum Mond von dieser Welt

Oh Menschenhirne
so vom Logos gezählt
kannst Du nie siegen
über Mördergeld

Alle Türen, alle Fenster
in Dir sind bekannt
und zählst Du die Stunden
und wählst Du die Runden

Bist Du doch erst
vom Lichte erhellt
Wenn der Wächter
vor dem Tore
zu Deinem Herzen fällt

Dann wird des Morden
ein endgült' Ende sein
Dann wird der Horden Toben
dem Tod der Tod nur sein

Dann werden die Menschen
wirklich bekennen:
Ja, ich liebe Dich.
Ja, ich kenne mich.

Der Neue Mensch
- kann - dann geboren sein.



Aufbewahrt


Ein Wunsch zu erfüllen aufbewahrt
erfüllt, wenn der Körper erst aufgebahrt

Ein Wunsch, an den kein Euro rührt
Ein Wunsch, zu dem kein Spot hinführt

Jede Nacht hast Du den Schlaf geprobt
Jeden Morgen hast Du neu gelobt

Nun sind die Träume schwer und süß
Dieser Schlaf noch keinen frei entließ

Schlaf, mein Kind'l, schlaf ein.
Dieser Schlaf wird nun für ewig sein.



Schwer, schwer;


Schichten Gebranntes.
Kobold Verächtetes:

in Einschlüssen
kosmogenisiert.

Supernovae?
Lichtertod.

Superblauer Riese

pechblendeveredeltes
Sternentod
komplexer Moleküldampf

Abenddämmerung
Handelskammerkuppel

Mächte, sterneversetzend:
Stirnen, götterentsetzend.

Funkengeburt!
Rosenquarz, Meteorenstahl

Wolframgewickeltes:
Strahlungserkennung.

Doch nicht: worauf der Strahl fällt
Kein Stern erkennt die Welt

Spiegelgeschichtetes.
Lichtgedichtetes.

Abgrundflüge
Milliardenjahrbetrüge.

Isotopengekannte
Erdengeburt



Müde


Müde hebe ich meine Hände,
aus dem Sand, in den sie fielen,
schütteln die Körner,
die Kleinen, die Vielen

Müde hebe ich meine Hände
richte sie gegen die Lichter
der Sonnen, die blenden
wischen den Sand aus den Augen

Langsam drehe ich mich
in den Schatten, den Dunklen
der mein Dasein erleuchtet
und seh' in den Oasen

Meiner Fußabdrücke
Pflanzen, Blüten, Leben spenden
richte meinen Schritt weiter nach vorn,
um wieder in das Leben

meiner Sanduhr einzusinken.



Erde, Sieb


Es schleppt der Mensch die Steine so hoch
Er schichtet sie auf, und dann, und doch
schüttelt die Erde ihr sandiges Sieb


In all seiner Wichtigkeit


Jeder Reifen der über die Straßen schnellt
Jeder Kinderschrei, der überfahren gellt

Jedes Blech, das schon Rost ansetzt
Jeder Kolben, der den Stahl abwetzt

Seine Wichtigkeit wird schwinden
Seine Nichtigkeit sich finden

Werden auch sie in der Ewigkeit
wie Du
keinen Namen finden

Verbranntes Benzin
Verkohltes Gasolin

Nur die Erinnerung
daß es Leben

in all seiner Wichtigkeit
- in all seiner Nichtigkeit


schon vor Deinem gab.


Sans, Souci


Ohne Komma keine Sorgen
mit - Angst vor Morgen

Sorge um den neuen Tag
Sprich etwas, ",", sag.


Ein Wort


Ein Wort, das Schmerz gebiert
Gegen Worte, die der Wein anführt.

Tausend Worte, die Leid anklagen,
gegen ein Wort, um Brot zu fragen.

Ein Wort, aus selbst erfahr'nem Leid gesprochen
gegen zehntausend Worte, im Druck umgebrochen

Was r Werte hat der Buchstabenwasserfall
werden dann nicht selbst Charles Dickens,
Böll, Dostojewski, Solschenizyn fahl?

Ein kleines Licht, das in der Galaxie verschwimmt.
Eine kleine Stimme, die ihr Leben summt.

Doch sollte jeder Mensch ein Leuchtturm sein
der auch in and'rer Schatten leuchtet ein.
Und: Licht und Stimm' zu hör'n, zu seh'n sein.




Der Hieb


Es trägt der Alte Baum
den Hieb ein Leben lang
den er, in Früchte Hoffnung,
als Schößling schon empfang.

Die Wunde müht er sich
mit Rinde zuzuschlien
läßt keinen neuen Trieb
daraus hervor neu schießen.

Nicht einmal im Tode sicher
verwirft die Axt sein Holz
zu groß die Wunde, umwachsen
der edle Kirschbaumstolz.

Es kann der Gärtner sich mühen
sein ganzes Leben lang
den Baum gerad'zuhalten
doch was er in seiner Jugend empfang -

Niemand, niemand darf
einem Schößling im frühesten Saft
berauben der Schönheit,
seines ganzen Lebens Kraft.



Von dieser Welt


Mein Herr
ist von dieser Welt.

Es ist das Wasser, das perlt

Es ist der Sonne Licht,
das die Welt erhellt

Es ist das Blatt im Wald,
was mir Schatten erhält

Es ist der Stein im Bach,
der in die Welt mich trägt

Es ist Dein Lächeln,
was mein Herz bewegt

Deine Gegenwart,
die mich Neues lehrt

Dein Auge,
das sich nach meinem sehnt

Jedes Wesen,
das die Welt bewegt



Bernstein


Elektromagnetisches Feld
Erhältst uns die Welt
Erhelltst die Welt - oder nicht

Elektromagnetisches Feld


Geliebtes Mädchen


Löwenmilch
schäumt über die Hüften

Opalnes Feuer
zeichnen die Adern
durch das Weiß

wenblonde Mähne
und in beiden Augen
ein blaues Licht

Am Quellwasser
fallen die Opale
doch läutert die Lache

durch meine Augen hindurch.

Ungewußt von Dir
stapfe ich
durch Deine Nebel

die heben sich
wenn Du vergißt.


Einfach nur leben


Leben. Einfach nur leben.
Doch - so einfach ist das nicht.

Seit jeher gab es jemanden,
der Dir Wünsche in Dein Auge
- einsticht.

Früher: Macht oder Reichtum
oder nur Hoffnung
auf ein besseres Leben

oder nur Hoffnung
auf ein schöneres Leben

stechen die freundlichen Irrlichter
scheinbar einen richtigen Pfad
durch den verglasten Sumpf

Wenn Du folgst
sehe ich Dich hinter dem Spiegel.


Meine Geliebte, Erinnerung


Dich erinnerst Du.
Dich, Tag für Tag.

Schon jetzt dringt die Knochenfäule
in Deine schmerzenden Gelenke

Schon jetzt sinkt Vergessen
in Deine Erinnerung

Mich erinnert Dich.
Dich, Tag für Tag.

Jagst Du nach Zweifeln
jagst Du nach Gewißheit

immer auf der Jagd
begleite ich Dich.

Mich erinnert Dich,
Dich und mich, Tag für Tag.


Ein Kinderspiel


Singst Du ein Kinderlied
Spielst Du ein Kinderspiel
Sicher die Grenzen
Zerrissen die Welt.

Zielst Du mit einer Kalaschnikow
mächtest Du anderes Leben
Deines: Deins.

Eine Kugel. Oder Olive.
Brot. Regier nicht die Welt.



Tausend Zärtlichkeiten


Tausend Zärtlichkeiten

hab' ich geweint um Dich.

Eine hatt' ich aufgehoben

Jetzt flieht sie mich



nigreich


Milliarden von Untertanen
drehen sich von links
drehen sich nach rechts

Schlage ich einen Befehl an
duplizieren sie ihre Gegenwart

Verschwinden in Geheimnissen
ihrer Bernsteinzimmer

Meine Wünsche
meine Briefe

ätherhaft durch gläserne Räume
in Deine Paläste projiziert

Eine endgültige Order
ereilt meine Lakaien

Schlafen legen sie sich
brav, gehorsam

dieweil mein Herr
mir meinen Wunsch verweigert

Er selber

schläft nie.



A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



4th. of July



Am Ende.
Alter
Aufbewahrt



Bernstein
Bestie
Blute
Brombeerblut



Das Mädchen aus dem Uchter Moor
Das Sal der Haut
Das ungeborene Kind
Dein...
Der Hieb
Der Sonne schönes Licht
Die grauen Bilder



Einen Hebel
Eine Zeit
Einfach nur leben
Ein Kind
Ein Kinderspiel
Einmal
Ein Wort
Engel
Englisch
Erde, Sieb
Exclusiv



Feuer, Erde, Luft und Wasser
flammzerschartet
Formal richtig
Freiheit, endorphinbestimmt
Für ein Leben



GAP
gebein
Geliebtes Mädchen
Gier nach Lust



Heute noch ein Stein
Himmelsschrein

Holyblood



Ich bin I
Ich bin II
Ich bin kein Dichter
Ich kenne mich
Ihr und wir
In all seiner Wichtigkeit
In ihrem Mund



Jungmann



Kennst Du die Liebe
Knauf
Königreich




Leidenschaft
Liebe
Lippenweich
lügen



Müde
Meine Geliebte, Erinnerung



Nur uns



ohne Schuld
Okulieren



S.
Sans, Souci
Schwer, schwer;
sieht man nicht
Sommerfäulnis
Sonntage
Stark genug
Sterne
Suchen



Tausend Zärtlichkeiten
Tod



Unter meinen Schuhen



Von dieser Welt



wär' ich Du.
Wasser, Stein
Wie...
Wiederverwertung
Wie schnell ist eine Kugel
Wie weit,





15.07.2007

Jetzt habe ich die Seite "Frühling" vorbereitet und hatte vorher noch so tolle Ideen im Kopf. Wie eben das "Elektromagnetische Feld". Null und Eins unterscheiden zwischen "klug" und "dumm" - sind aber selber gefühllos.

"Hallo, Freund" - das schlimmste Schimpfwort, was mir ein 6jähriger sagen konnte, nachdem ich ihn mit "Hallo, Kumpel" begrüßte - vorher hatte er ein Schimpfwort zu mir gesagt, ich erwiderte, mit Schimpfworten käme er nicht weit. Nun sind wir Freunde ;-)